denk an nichts.
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denk an den clown,
der in der badewanne weint,
dem der kaffee auf die pantoffeln tropft.

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definiere mir kunst. los, sag mir was kunst ist. ab wann ist es einem ergebnis menschlischen schaffens vergönnt kunst genannt zu werden? was sind vorrausetzungen um als kunstwerk anerkannt zu werden? und wer entscheidet? so eine blöde diskussion.
ich hasse es wenn versucht wird kunst zu definieren, sie in irgendeine form zu zwängen, gebunden an vorrausetzungen die unbedingt erfüllt sein müssen, damit etwas als kunst anerkannt wird. von wem überhaupt anerkannt? macht ein künstler seine kunst nicht größtenteils für sich?
wie wollen andere, außenstehende jemals nachempfinden können, was für ausschlaggebende impulse, emotionen, erlebnisse, den anreiz für kreatives schaffen gegeben haben? und wie viel emotionen und persönliche verbindungen in der entstehungszeit steckt? wenn mir jemand sagt, ein in 5 min erstelltes objekt aus müll, könne gar keine kunst sein, weil es nicht ausreichend kreativ, nichts neues, und überhaupt viel zu wenig zeit darin investiert wurde, und demnach keine wirkliche leistung darin steckt, dann frage ich: sind wir hier beim leistungssport? wer leistungen sehen will soll doch bitte dahin verziehen.
geht es bei kunst nicht eher um das kreative schaffen an sich? um den impuls, um die idee die im kopf ensteht, und dann letzendlich, ganz egal auf welchem weg, ob kompliziert oder unkompliziert, egal in welcher zeitspanne, umgesetzt wird? das schaffen an sich ist doch die kunst, das sich ausdrücken, das sich anderen mitteilen, alles andere drumherum ist doch irrelevant. es ist ein prozess. und letzendlich können außenstehende immer nur ihre eigenen interpretationen zu dem geschaffenen an den tag legen, aber was der künstler wirklich ausdrücken wollte, was in ihm vorging während dieses prozess des schaffens, was er sagen wollte, darüber kann meistens nur spekuliert werden. außerdem kann kunst generell nicht objektiv betrachtet werden, sie sollte es jedenfalls nicht. denn die wirklich richtige kunst gibt es nicht, genausowenig wie richtlinien wie kunst auszusehen habe, auch wenn nachwievor genug menschen versuchen genau diese zu erschaffen, aber es geht einfach nicht. letzendlich kann und sollte sie von jedem nur subjektiv betrachtet und beurteilt werden. der eine mag mehr mit dem müllobjekt anfangen können, der andere weniger, aber keiner sollte sich anmaßen ihm das existenzrecht unter dem kunstbegriff streitig machen zu wollen und damit nämlich auch gleichzeitig die von dem entprechenden künstler in das werk investierten und projezierten gedanken, gefühle, regungen, ideen, anstrengungen, in den dreck zu ziehen und niederzumachen. diese hängen nämlich immer unmittelbar mit dem fertigen produkt dieses prozesses zusammen.

10.10.07 19:20
 


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