denk an nichts.
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denk an den clown,
der in der badewanne weint,
dem der kaffee auf die pantoffeln tropft.

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Über

 

 I

ich habe für mich festgestellt das es teilweise besser ist seine umwelt, jedenfalls größtenteils zu ignorieren. bewusste wahrnehmung abschalten. ein gemisch aus traurigkeit, frustration, wut, und dem gefühl einfach lachen zu müssen macht sich breit sofern mir das nicht jedes mal gelingt. variiert nach vorbeiziehenden menschen. ich schwanke, wirklich. es gibt tage, da kann man mich getrost als wohlgesonnen bezeichnen. da glaube ich auf irgendeine art und weise an das gute im menschen, und versuche lächelnd durch die straßen schlendernd in irgendeiner form bestätigung dafür zu erhalten. resignation folgte immer. und solche tage werden immer seltener. was ist nur los, welt?
ich will mich nicht als menschenhasser bezeichnen.
aber der blick in die gesellschaft, in meine umgebung, und vorallem die resümees lassen mich bitter aufstoßen, und letzendlich nichts weiter als verachtung übrig.
und wenn ich weiter drüber nachdenke geformt zu mitleid. 
arme fehlgeleitete kreaturen, verblendet von verfestigten falschen idealen und wertevorstellungen, bewusst dumm gehalten, abgelenkt und an der stange gehalten durch fernseher und konsum, und es wird gefressen was vorgesetzt wird, meinungen und vorstellungen in häppchen serviert einfach übernommen. zu bequem (gemacht worden) um das selbst zu übernehmen, kritisches denken, hinterfragen, ja sogar eine eigene meinung sind schnee von gestern und den meisten kaum noch bekannt. wozu denn mit lästigen komplizierten dingen auseinandersetzen. wozu denn politik? ich schreib mir unpolitisch auf die stirn und komm dabei gut weg. warum sollte es mich interessieren was um mich rum, auf der welt passiert und alles schief läuft. ich hab damit doch nix am hut. mir gehts jedenfalls ganz gut. warum um andere kümmern, solidarisches denken, handeln? ne, danke.
und ändern kann man eh sowieso nix. überhaupt ist die frage nach der nagellackfarbe die am besten zu mir passt auch viel wichtiger.

 II

selbst in der subkultur, innerhalb der 'szene', die sich aüßerlich ganz verhement gegen das spießertum und deren werte auflehnt, die gegen die herrschende klasse, den kapitalismus und den daraus resultierenden zuständen und verhältnisse schreit, ist festzustellen das da größtenteils nichts weiter als heiße luft dahinter steckt, und eigentlich ordentlich mitgemischt wird im getriebe was dieses system am leben erhält. spießertum lässt sich mitlerweile auch ohne probleme auf die sogenannte punk szene übertragen.
denn worin besteht der unterschied zwischen einer 'tussi', einem 'stylo', oder einem 'proll' der / die den neusten modetrends hinterherrennt um dazuzugehören und sich über etwas definieren zu können /definieren zu lassen, und einem 'punk' der sich gewzungen sieht sich unbedingt einen iro schneiden zu müssen, die und die hose für 40 euro von nix gut zu kaufen (consume, don't think),  und unbedingt 1000 nieten an der jacke haben zu müssen, um anschluss und akzeptanz innerhalb der szene und gegenüber anderen menschen daraus zu finden? den unterschied den gibt es nicht. dresscodes haben ihren weg schon längst in die ' ach so individuelle' bewegung gefunden, wenn auch (leider noch größtenteils) unbewusst. und das nicht das einzige beispiel, diese gegenüberstellung könnte noch beliebig weiter geführt werden. fakt ist einfach, das wertevorstellungen und verhaltensmuster von den spießern und normalos 1:1 auf die leute übertragen werden können, die genau diese so heftig kritisieren. erst an die eigenen nase fassen, dann können wir weitersehen und sind in der lage eine wirkliche basis zu schaffen für unseren kampf gegen diese zustände, denn veränderung fängt immer mit einem selbst an.
(es gibt durchaus glücklicherweise auch ausnahmen innerhalb der menschengruppen die ich hier als szene zusammengefasst habe. viele haben das was ich oben beschrieben haben längst schon selbst erkannt, kritisiert und schlussendlich für sich selbst verändert und sich von dieser szene distanziert. aber es sind noch längst nicht alle, und vorallem müssen es mehr werden die das erkennen.)

Alter: 27
 

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